Über uns


Von einer Podiumsdisskusion zum Internationalen Frauen-Forum e. V.


Im März 2009 wurde die Grundidee des heutigen IFF geboren. Unter dem Thema Mein erster Tag in Deutschland berichteten Migrantinnen bei einer Podiumsdiskussion darüber, wie sie Deutschland erlebt haben, als sie zum ersten Mal ihren Fuß ins Land setzten. In der anschließenden Diskussion wurde schnell klar: die besonderen Erfahrungen, die Frauen machen, wenn sie ihre Heimat verlassen und in der Fremde sesshaft werden, sind fast immer die gleichen, egal, woher sie stammen, egal, warum sie kommen.

Nun war es nur noch ein kleiner Schritt zu der Idee, sich regelmäßig einmal im Monat zu einem gemeinsamen Frühstück zu treffen, um so Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und auch einander zu unterstützen – über die Grenzen der Nationalitäten und Religionen hinweg. So wurde für den zweiten Samstag im Mai 2009 zum ersten Internationalen Frauenfrühstück eingeladen - bis heute Herzstück des IFF.

Seit diesem Maisamstag trifft sich das IFF regelmäßig im Apostelzentrum. Jede Frau trägt zum Buffet bei, und alle probieren dadurch Leckereien und Geschmäcker aus unterschiedlichen Ländern. Schon dies ist ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg, andere Kulturen und Lebensweisen kennen zu lernen.

Zudem wird jedes Mal ein Referent eingeladen, um über ein bestimmtes Thema zu berichten, und es findet ein Austausch über Aktuelles statt.


Zahlen und Fakten

  • Wir sind 50–90 Frauen aus aller Welt, unterschiedlichen Alters.
  • 20 bis 25 Nationen und Nationalitäten sind jedes Mal vertreten, insgesamt bisher (Mai 2018) 45.
  • Meist treffen sich bei uns Frauen aus Ländern, die eher selten in Hamm vertreten sind und sonst keine Kommunikationsräume haben.
  • Von Anfang an waren auch deutsche Frauen beteiligt, nehmen an den Treffen teil und beteiligen sich bei den Vorbereitungen.


Seit seinem Bestehen hat das Internationale Frauenfrühstück auch nach außen gerichtete Aktivitäten entfaltet: Es wurden und werden Kontakte geknüpft zu anderen Vereinigungen und Institutionen im Bereich der Stadt Hamm, es werden Maßnahmen vermittelt oder angeboten, die den Frauen helfen, sich in ihrer neuen Heimat besser zurecht zu finden.


Inhalte waren und sind:

  • Politik: politisches System, Gesundheits- und Sozialsystem, Geschichte Deutschlands
  • Kultur: Stadtgeschichte, Museumsbesuche, unterschiedliche kulturelle Prägungen in Deutschland, die Frage “Was ist deutsch”?
  • Praktisches: Fahrradkurse, Schwimmkurse, Deutschkurse, Landtagsbesuche, Stadtfahrten (Köln, Bonn, Münster etc.), Besuch des Auswandererhauses Bremerhaven
  • Seminare: Frauenleben, Frauenrechte, Möglichkeiten für Frauen in Deutschland, Frauen gegen Gewalt
  • und, und, und...


Eine wichtige Kommunikationsplattform bildet mittlerweile das wöchentlich stattfindende Frauencafé, das sich auch zur Anlaufstelle für Flüchtlingsfrauen entwickelt hat. In dem Zusammenhang werden auch Sprachkurse angeboten, zurzeit finanziert durch den Evangelischen Kirchenkreis Hamm. Einer der Kurse richtet sich gezielt an Frauen, die in ihrer Muttersprache Analphabetinnen sind und von daher zusätzliche Schwierigkeiten beim Erlernen der deutschen Sprache haben.

Durch dieses erweiterte Angebot wurde am 3. Juli 2018 der Internationales Frauen-Forum (IFF) e. V. Hamm gegründet.

Wichtig bei allen Angeboten ist immer, dass Frauen lernen, ihre eigenen Stärken zu erkennen und sich selbst zu organisieren. Vielen Frauen fehlt dazu das notwendige Selbstbewusstsein, auch weil aus Kulturen stammen, in denen ein gänzlich anderes Frauenbild vorherrscht. Hier den Frauen einen Rückraum zu bieten, in dem sie sich finden und organisieren können, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen, das ist wesentliches Ziel des IFF.

Das IFF ist Mitglied des Dachverbands der Migrantinnenorganisationen DaMigra sowie Teil der Arbeitsgemeinschaft der Frauenverbände Hamms.

Der Vorstand

Arline Rüther - Vorsitzende

In jeder Begegnung mit Menschen sind interkultureller Austausch und interkulturelle Verständigung wesentliche Elemente, die mich stets herausfordern.

Reni Akkisla - Stellvertretende Vorsitzende

Wir sind Menschen der Welt,  und wir sind alle nur Gäste in dieser Welt.

Felicitas Hüskemann

[Text folgt]

Marlies Scholz

[Text folgt]

Anissa Chouieur

[Text und Bild folgen]

Berit Cram

In der Theorie sind alle in Deutschland gleichberechtigt. Oft genug kann man aber beobachten, dass es besonders (auch) Frauen mit Migrationshintergrund schwerfällt, diese Gleichberechtigung zu (er)leben. Mir ist wichtig, dass hierfür ein Verständnis erlangt wird.